Benji - Glücklich vermittelt im Dezember 2007

Der Tigerkater Benji lebte als Einzelkatze in einer Wohnung zusammen mit seinem Herrchen und Frauchen. Relativ überraschend mussten beide in ein Heim resp. in die Klinik eingewiesen werden. Zurück blieb Benji, einsam und verstört, alleine in der Wohnung. Er wurde zwar von einer Nachbarin zwei Mal im Tag gefüttert, verstand aber überhaupt nicht, warum von seinen Menschen keiner mehr da war.

Nun haben der Sohn und die Schwiegertochter der Katzenbesitzer versucht eine Lösung für die arme Katze zu finden. Aber niemand wollte oder konnte ihnen helfen. So hörten sie doch immer wieder, dass die Katze besser eingeschläfert wird, da es schwierig werden würde eine 5-jährige Katze zu platzieren.

Ich versprach der Frau, mich zu melden, wenn ich von den Ferien zurück bin. Noch in den Ferien nahm ich betr. Vorgehen Rücksprache mit meinen Kolleginnen von der Katzenhilfe und wir organisierten einen Pflegeplatz für Benji. Da der Katzer als sehr schwierig beschrieben wurde, wollten wir so herausfinden, wie er wirklich ist, und zu welchen Bedingungen er am besten weitervermittelt werden kann.

Der erste Versuch Benji einzufangen scheiterte, da er absolut keine Freude an dieser Aktion zeigte. Wir organisierten für zwei Tage später noch zwei Personen und konnten den stattlichen Kater dann einfangen und zu der Pflegestelle bringen.
Dort zeigte sich schon bald, dass Benji zwar sehr verschmust, aber sonst schon sehr eigenwillig ist. Klar war auch bald, dass er sehr gelangweilt war, und aus diesem Grund sicher nicht mehr als Wohnungskatze geeignet war.
Wir suchten also jemanden, der ihm Auslauf bieten konnte.

Da Benji ein sehr schöner stattlicher Tigerkater ist, bekamen wir viele Anfragen für ihn. Ein junges Ehepaar war sehr angetan von Benji und wollte ihn gerne bei sich aufnehmen. Die Bedingungen waren ideal: zwei Katzendamen als Gesellschaft, freien Auslauf auf dem Lande, ein grosses Haus und zuletzt ein ruhiger Haushalt ohne Kinder (die liebte Benji gar nicht). Da die Pflegefamilie in der Zwischenzeit in die Ferien fuhr, entschlossen wir uns Benji ins Tierheim zu bringen. Auf diese Weise konnten wir auch herausfinden, wie er mit anderen Katzen zurechtkommt. Diese Aktion verlief problemlos. Er war gegenüber den anderen Katzen aufgeschlossen und auch gegenüber den Menschen zeigte er sich im Tierheim freundlich.

Der erste Besuch der sympathischen Interessenten verlief sehr positiv. Benji liess sich kraulen und legte gleich mit Schnurren los. So dass das Ehepaar sich entschied, Benji ein neues Heim zu bieten. Sie wollten aber noch zwei Wochen abwarten, da sie zuerst in ihr neues Haus umziehen wollten und um dann allen drei Katzen zusammen das neue Revier zu zeigen.

Benji wohnt nun sei zwei Wochen bei seiner neuen Familie und hat sich gut eingelebt. Nach weiteren Wochen der Angewöhnung darf er dann mit seinen zwei Kolleginnen auf seine ersten Streifzüge in freier Wildbahn gehen.

Ein wahrhaft traumhaftes Katzenleben!

Nachricht und Fotos von Benji - 10.03.2008

Benji hat sich bei uns sehr gut eingelebt, und wir haben das Gefühl, dass er sich sehr wohl fühlt bei uns. Mit seinen beiden neuen Kolleginnen versteht er sich ausgezeichnet und knutscht regelmässig mit beiden etwas rum. Auch unsere Herzen hat Benji im Sturm erobert, und wir würden ihn um keinen Preis mehr hergeben.

Durch einen Planungsfehler bei der Katzentüre unserers Hauses, waren wir gezwungen, die Katzen anstatt nur 2 Wochen rund 6 Wochen im Hause behalten zu müssen. Seit nun 3 Wochen können sich die Katzen frei bewegen und die Gegend unsicher machen. Da es rund um unser Haus noch keinen einzigen Strauch oder Baum hat, sind alle Katzen eher ängstlich und noch unsicher, und sogar unsere beiden Katzendamen sind noch mehr im Haus anstatt draussen.

Benji geht noch nicht von selber nach draussen, sondern nur, wenn wir uns ebenfalls ausserhalb des Hauses aufhalten und in seiner Nähe sind. Er muss sich an viele neue Geräusche und andere Katzen und Hunde gewöhnen, was ihm noch etwas ungeheuer ist. Immerhin macht er sein Geschäft meistens draussen. Er braucht halt noch etwas Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Gegenüber fremden Leuten ist er äusserst scheu und verkriecht sich meist unter seine Schlafdecke in unserem Gästezimmer. Im Haus ist er sehr neugierig und will überall rein. Auch in der Küche ist keine Schublade vor ihm sicher (siehe Foto 3). Jeden Morgen weckt uns Benji freundlich, indem er lautstark "miaut" und an unserer Schlafzimmertüre kratzt. Den Wecker brauchen wir nicht mehr, er hat unsere Weckzeit im Griff.

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