Bono - Glücklich vermittelt im Juni 2010

Bono ist ein wunderschöner grauer Tiger, der leider eine sehr traurige Geschichte hat. Obwohl er wohl kaum drei Jahre alt ist, hat er schon viel erlebt.

Er kam im Januar diesen Jahres ins Tierferienheim, wo er zusammen mit seinen Katzenfreunden (weiteren 5 Katzenweibchen) eigentlich nur für ein paar Wochen "Ferien" hätte bleiben sollen. Leider wurde er von seiner Besitzerin nie mehr abgeholt und damit also zurück gelassen. Nach weiteren Nachforschungen kam heraus, dass die Vorbesitzerin vom Veterinäramt "fliehen" musste, da sie wegen Besitz von zu vielen Tieren eine Haltersperre bekommen hatte und anhand dessen in einen anderen Kanton gezogen ist. In der Schweiz sind Haltersperren von Tieren leider nur kantonal geregelt und bei Umzug unrelevant. Dies ist natürlich sehr schlimm, da solche Menschen dann gleich wieder einen Neustart mit vielen Tieren machen können.

Bono war also den ersten Teil seines Lebens in einem Haushalt, wo er mit unzähligen Hunden leben musste und wohl in ständiger Angst, und den anderen Teil des Lebens verbrachte er zurückgelassen im Tierheim.

Bono und seine Katzengspändli verbrachten nun sechs Monate im Tierheim bis alles rechtliche geregelt war und Tierschutzorganisationen die Tiere übernehmen und somit auch vermitteln durften. Fünf der Katzen hat der Berner Tierschutz übernommen, Bono blieb bei uns. Bono war von Anfang an ein sehr scheuer und ängstlicher Kater, der sich in den ganzen Monaten nie an uns Menschen oder das Tierheimleben gewohnen wollte oder konnte. Es tat richtig weh zu sehen, wie schwer er es sich die Tage über machte und versuchte, allen so gut wie möglich auszuweichen.

Uns war bei Übernahme des Katers bald bewusst, Bono wollte nicht mehr länger im Tierheim warten und uns war deshalb klar, eine Sozialisierung wollten wir nun nach der Vorgeschichte und den Monaten im Tierheim nicht mehr erzwingen.

Bono brauchte eine abgelegene Futerstelle, wo er den Auslauf und die Freiheit hatte, die er brauchte! Er braucht nun Zeit, um ums Menschen wieder zu vertrauen. Aber vor allem braucht er nun seine Ruhe. Wie immer stand uns ein "kleiner Engel" zur Seite, und wir konnten in sehr kurzer Zeit einen solchen Traumplatz finden. Bono zieht nun auf einen sehr abgelegenen Pferdehof im Kanton Freiburg, wo er von ganz lieben Menschen betreut wird. Er lebt dort auf dem Hof , ohne Zwänge oder Erwartungen. Wenn er will, ist er auf dem Sofa und im Haus "Herzlich Willkommmen", wenn er aber ein Leben im Stroh, Stall und nur mit einem gefüllten Futternapf wählt, wird er auch dann geliebt!

Bono darf nun sein Leben selber wählen. Hoffen wir, dass er das Vertrauen wieder gewinnt und die Zeit, welche er erlebt hat, vergessen kann. Wir freuen uns sehr für Bono – er hat es wirklich verdient.

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