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Carlos
und Hjalmar sind zwei wunderschöne Siamesenmischlinge. Nur Hjalmar hat die
schöne Siamzeichnung, Carlos ist schwarz wie die Nacht. Auch vom Temperament
her sind die Beiden unterschiedlich: Hjalmar ist eher der ruhige und
zutrauliche. Carlos dagegen ist immer in Bewegung und ist im Umgang mit den
Menschen eher zurückhaltend.
Die
beiden zehnjährigen Kater haben in ihrem Leben schon Einiges erlebt. Sie kommen
ursprünglich aus Deutschland. Dort sind sie mit ihren Menschen schon mehrmals
umgezogen bevor sie dann in die Schweiz kamen.
Leider
kamen die beiden sensiblen Jungs mit dem Familienzuwachs nicht zurecht und
waren zunehmend gestresster.
Als
sie zu uns ins Tierheim kamen, war Hjalmar noch sehr aufgeschlossen. Carlos
suchte die Nähe der Menschen nicht.
Schon
bald kamen zwei Interessenten, welche die beiden Kater aufnehmen wollten. Sie
suchten zwei ältere Katzen, welche die Nachfolge ihres leider verstorbenen
Siamkaters übernehmen sollten.
Leider
kann kein geliebtes Tier ersetzt werden. Und Carlos und Hjalmar verhielten sich
nicht von Anfang an so, wie es von ihnen erwartet wurde. So waren Mensch und
Tier sehr schnell gestresst und die beiden Katzenjungs kamen zu uns zurück.
Leider
scheiterte auch eine weitere Vermittlung an den hohen Erwartungen der Menschen.
Carlos und Hjalmar waren nicht mehr sehr kompromissbereit und auch im Tierheim
haben sie die Menschen ihren Unwillen spüren lassen.
Wie
konnte doch noch ein gutes Zuhause für Carlos und Hjalmar gefunden werden?
Das
war wirklich eine sehr schwierige Knacknuss. Wie könnten sich die sensiblen
Kater wohlfühlen? Es musste ein Zuhause sein, wo die Katzen nicht von Menschen
bedrängt werden und selber entscheiden können, ob sie den Kontakt zu den Zweibeiner
suchen wollten. Wir schrieben zig Leute an, ob sie uns beim Finden eines
Zuhauses helfen könnten. Leider blieb diese Aktion ohne Erfolg.
Eine
Möglichkeit tat dann dennoch an. Eine Reitstallbesitzerin interessierte sich
für Kater Percy. Leider passte dieser nicht in die Bedingungen dieses Zuhauses,
aber wäre das nicht eine Möglichkeit für Carlos und Hjalmar? Fragen kann man ja
immer.
Als
die positive Antwort kam, war die Freude bei uns gross.
So
fuhren wir mit den Katern am Ostersonntag ins Bündnerland, wo wir sehr herzlich
willkommen geheissen wurden.
Als
erstes sollten Carlos und Hjalmar im Kaffeestübli des Reitstalles wohnen. Dort
gab es viele Schlafmöglichkeiten und auch ein Katzentörli, damit die Katzen
selbstständig ein und aus gehen können. Im Winter gibt es sogar einen Ofen,
damit es die Zwei- aber auch die Vierbeiner kuschelig warm haben. Ein ideales
Zuhause für die beiden rüstigen Seniorenkater.
Langweilig
wird es den Beiden im neuen Zuhause sicher nicht. So gibt es doch eine grosse
Anzahl Mitbewohner im neuen Stall: Pferde, Ponys, Esel, Ziegen, zwei
Katzendamen, drei Hunde, Kaninchen, Meersöili und sogar einige Wachteln.
Den
ersten Auslauf haben die Jungs hinter sich gebracht. Sie standen schön brav am
nächsten Morgen wieder da und wollten ihr Futter.
Leider
musste Hjalmar schon zum Tierarzt, weil er eine alte Verletzung hatte, welche
einen Abszess gebildet hatte.
Ja,
wir sind sehr glücklich, dass Laura den beiden Katern eine Chance gibt und sind
sehr gespannt, was sie noch alles erleben werden in den bündner Bergen.
Neuigkeiten von Carlos und
Hjalmar (21.04.2012)
Hjalmar hat zum Glück seine Verletzung schnell auskuriert. Die
Begeisterung bei der Behandlung hielt sich in Grenzen, aber das ist alles schon
vergessen.
Der schöne Siamkater hat sich schon voll in sein neues Zuhause
integriert. Wenn viele Reitschüler da sind, gefällt es ihm im Mittelpunkt zu stehen
und bewundert zu werden.
Hjalmar ist vom Reiterstübli aber erst mal in die Futterkammer
umgezogen. Dort gefällt es ihm auch gut und er muss sich nicht mit den anderen
Katzen herumschlagen.
Mit den Katzendamen läuft es ganz gut, aber diese haben das Sagen, und
da ist sicher besser Vorsicht geboten… Auch mit den Hunden läuft es ganz gut.
Alle haben sich sehr schnell aneinander gewöhnt.
Carlos ist erst mal untergetaucht und scheint sein Revier auszuweiten.
Er kommt zum Fressen, aber sonst lässt er sich nicht blicken. Dies ist aber
auch für Laura OK. denn Carlos soll nun sein eigenes Leben führen können.
Vermutlich wird er schon wieder auftauchen, wenn er merkt, dass er alle
Katzenfreiheiten hat, welche sich ein Kater so wünschen kann.
Gespannt warten wir auf neue Abenteuer aus dem Bündnerland.
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