Cristel ist die Schwester von Katy. Die beiden schönen Katzendamen sehen sich zwar sehr ähnlich, im Charakter gibt es aber dennoch ein paar Unterschiede. Katy geht schnell auf die Leute zu. Cristel ist da eher zurückhaltend und lässt die Leute auf sich zukommen. Sie liebt es aber über alles zu schmusen und gestreichelt zu werden.
Ihre neuen Besitzer sind auf diese Weise auch ihrem Charme verfallen. Obwohl die Interessenten nur eine Katze wollten, und sich sehr für Jumper interessiert haben, bekam Cristel nun die Chance auf einen neuen Start in einer neuen Familie.
Sie ist also zusammen mit Jumper ins Solothurnische gereist. Dort erwartet sie ein grosses Haus mit Garten und viel Zuneigung.
Neuigkeiten von Cristel und Jumper (09.03.2009)
Währenddem ich hier schreibe, höre ich nebenan meine Glückskatze mit einem Mäuschen spielen. Wir sind erst so kurz zusammen und haben schon so vieles erlebt.
Bei der Ankunft haben wir die zwei kurz in Ruhe gelassen, noch ein zusätzliches Kistli eingerichtet und die Futternäpfli bereit gestellt.
Dann konnte Dany nicht mehr länger warten. Der Kleine hat ihn aus dem Körbchen so angeschaut, und dann kam ein kleines "Maau". Dany "rauf aufs Sofa" und dann Katerli verwöhnen. Der liess sich das gerne gefallen, rückte sich bequem zurecht und genoss die Streicheleinheiten - meine auch.
Madame Miez hatte auf der ganzen Fahrt laut Protest gemaunzt. Hier zeigte ich ihr zuerst mal das Kistchen und liess sie in Ruhe, Abfahrt in den Keller. Nach einiger Zeit ging ich sie suchen. Sie kam mir aus der Werkstatt entgegen und ging mir voran die Treppe hoch. Zwischendurch liess sie sich von weiter oben durchs Geländer verwöhnen. Ich zeigte ihr Sitzplätze und liess sie wieder in Ruhe. Dann mauzte sie an der Etagentür. Ich liess sie raus. Als ich sie rief, kam sie mir von oben entgegen wo das Kistli steht. Ich nahm sie wieder rein und sie blieb.
Während dem Essen kam sie zum Streicheln, auch zu Dany und legte sich dann neben meinen Stuhl.
Gefressen hat sie nur wenig vom Nassfutter - wohl ungewohnt - (das Trockenfutter hat sie mit keinem Blick gewürdigt), und nun hat sie gespielt, und ich hör sie durch die offene Tür. Sie ist soeben irgendwo heruntergesprungen.
Ich denke schon jetzt, dass unser Entscheid richtig war, denn jede fühlt sich scheint mir, wohl.
Wenn jetzt der Kleine bei Dany wäre und ich da oben allein, würde ich direkt ein wenig eifersüchtig. Aber so ist da bei mir, meine Mieze und Dany strahlt glücklich mit seinem Mauz.
Wahrscheinlich werden wir ihnen neue Namen geben, aber welche, das steht noch nicht fest. Das kommt dann mit dem Kennenlernen. Auf jeden Fall kommt sie, wenn man "Büsi" ruft.
12.03.2009
Viel ist inzwischen passiert. Meine Glückskatze heisst jetzt "Gipsy" und das Katerchen wird von Dany "Gonzo" gerufen. Es kommt eh nicht drauf an, da sie sowieso nicht auf Namen und Locken reagieren, Hand ansstrecken und "büsbüs" wirken besser.
Gipsy schlich sich schon in der zweiten Nacht zu mir auf die Bettdecke! Leider gehts mit Gonzo nicht gleich. Er ist bei Dany im Parterre nie im Schlafzimmer und im Wohnzimmer nur ganz kurz, er lockt uns ins Arbeitszimmer nebenan zum Spielen! Erlässt sich sehr gerne verwöhnen, aber nicht Schösselen, sondern bei mir auf den Armen in Brusthöhe, das Köpfchen schmusend an mein Gesicht geschmiegt.
Nach dem zweiten Tag haben wir die Etagen geöffnet, und die zwei sind sich begegnet.
Gipsy knurrte wie ein Riesenköter, wenn der Kleine sich näherte.
Unterdessen darf er etwas näher kommen, aber er ist ja auch frech, will spielen oder stört sie beim Dösen: Fauuuch!! An einigen Nachbarskatzen haben sie auch schon geschnuppert. Mit Gonzo war ich heute zum ersten Mal an der Leine kurz draussen. Er war ein bisschen durcheinander. Eine etwa 1-jährige schware Katze hat ihm das Gesicht geschleckt und er hielt hin. So kennt er schon etwas, wenn er dann hinaus darf.
Gestern waren wir zum Chippen und zur Schluss-Impfung. Gipsy wollte nicht ins Transport-Körbchen, steckte sie rückwärts rein, dann wars ok, kurzes Miaoouu.
Gonzo strengte sich energisch an, wieder rauszukommen. Beim Tierarzt warens dann aber die problemlosesten Büsis, die ich je mitbrachte. Die Gehilfin war begeistert.
Noch eine Frage habe ich: was zum Henker frisst die Gipsy eigentlich??! Wenn ich mich an den Tisch setze oder zum Kühlschrank gehe, kommt sie heran und schaut mich erwartungsvoll an. Aber sie frisst nicht einmal Butter, hab vieles probiert, einzig Honig!!!! schleckte sie mir vom Finger! Trockenfutter: drei Sorten probiert, vom teuersten manchmal ein halbes Kaffeelöffelchen voll. Büchsenfutter: Bääh - sie frisst nur den Gelee. Zerdrücktes Whiskas: ein Löffel - Sheba: 1 1/2 max. - Futterbeutelchen von Migros nach etlichen Versuchen und selektivem Geleeschlecken 1/3 Beutelchen! Nur Wasser trinkt sie immer. Wie war das bei Euch?
Gonzo ist ein Lauskerl. Da rumpelts öfters bei Tag oder Nacht. Letzthin hat sie ein - glücklicherweise noch eingepacktes, gefrorenes Poulet von der Theke geholt und ein anderes Mal die noch nicht versorgte, mit Plastikdeckel verschlossene Futterbüchse runtergeworfen.
Dabei frisst er kaum Nassfutter. Aber es ist halt toll, wenn was läuft. Besonders wenn morgens um vier eine Klemmstange mitsamt dem Türvorhang mit Getöse runterkommt!
Ein anderer Türvorhang hat jetzt ein Kreppmuster. (Zwischen Innengang und Wohn-/Esszimer habe ich keine Türen, aber Vorhänge, weil ich wegen der Katzen die Tür zum Treppenhaus offen lasse.) Daran hat Gonzo Klettern und Fangen geübt. Haha!
Gipsy ist ein Schatz, schläft tags auf meinem Bürostuhl, nachts oft auf meinem Bett und kommt mich immer wieder grüssen.
Uebrigens: Gonzo ist seit mehreren Tagen ein richtiger Schnurri: Miau-Begrüssung, Gru = da bin ich oder manchmal auch ein richtiges Maudi-Gemauze irgendwo im Haus.
15.03.2009
Danke für Ihre Antwort. Gipsy frisst ganz wenig Döslifutter und ein paar Bröckli Trockenfutter Huhn - natürlich bessere Qualität! Hab vorher einfach mal so einiges probiert, aber sie will nichts anderes - nicht einmal Butter oder Rahm oder sonstwas.
Sie hat jeden Tag ein paarmal Krach mit Gonzo, hatte Angst vor ihm, da er immer so aufdringlich ist oder sie sonstwie ärgerte. Jetzt gibt sie ihm den Tarif durch: Fauch! oder geht zwischendurch mal zu Dany in die untere Wohnung, um einige Zeit Ruhe zu haben. Sie läuft übers Sofa zu ihm, lässt sich ein paarmal streicheln und geht wieder.
Wenn ich im abends Wohnzimmer das Licht lösche, wechselt sie meistens gleich ins Schlafzimmer und wartet dort auf mich und noch einige wenige Streicheleinheiten.
Gonzo geht bei Dany nicht ins Schlafzimmer (obs wohl wegem Spiegelschrank ist?) sein Ebenbild ist ihm nämlich nicht geheuer! Auch zum Schmusen muss man ihn holen, aber dann geniesst er es, kriegt kaum genug, stupst immer wieder das Köpfchen gegen mein Kinn und verteilt feuchte Küsschen, dreht sich und hebt das Hinterbein über meine Hand, damit ich ihn endlich am Bäuchlein kraue. Manchmal fällt mir fast der Arm ab, denn heute wars das erste Mal, dass das auf dem Schoss stattfinden konnte. Eigentlich liegt er mir am liebsten auf der Brust, dem Hals, oder fast in meinem Gesicht. Flaum und Ohren im Mund inbegriffen!
Und das gaaaanz lange!
Nach 2x Einführungsunterricht an der Leine (Gipsy schnurrte beim Anschirren!) waren sie seit Samstag jeden Tag kurz draussen und konnten die ersten zwei Büsis begrüssen, die immer betteln kommen.
Gestern dann waren, glaube ich, fast sämtliche Katzen der Umgebung zur Begrüssung anwesend. Vier Viecher! Ein gemütlicher schwarz-weisser Strizzi, eine etwas crazy cat mit Hang zu unvorhersehbarem Beissen, eine ganz junge Schildpatt, die einem ebenfalls jungen Schwarzen lang hinterhergelaufen ist (ich sag dem Pate). Der war auch dabei, ist sehr zutraulich. Und auf der Kompostumrandung hinten im Garten sass eine selbstebewusste rote Tigerin. Gonzo hat sich vom ersten Treffen an mit dem Schwarzen sehr gut verstanden. Der hat ihm gleich die Ohren geschleckt, und sie fangen an zu spielen. Er ist nur eine Spur grösser und dunkler, Gonzos Gesicht und Augen sind ganz wenig runder. Muss unbedingt ein Band kaufen für ihn obwohl er gechipt ist, aber man kann sie sonst wirlich kaum unterscheiden!
Gonzo ist nachts in Danys Wohnung, meine kann meist noch ins Treppenhaus. Aber wenn Gonzo am Morgen den ersten Ton hört von oben fängt er herzerweichend an zu mauzen. Keine Chance - Dany muss ihm öffnen.
Heute morgen um sechs kam er in mein Schlafzimmer: 1. "Gruu!" = da bin ich. 2. Krallen volle Kraft voraus durchs Duvet in meine Zehen! 3. Rauf aufs Bett -fast auf Chipsy. Die blieb wie angenagelt auf meinem Po-Ende liegen!!! 4. Klettern (überall rauf).
5. Rennstrecke Schlafzimmer, aber zum Kopfende kam er trotz Locken nicht, dann noch eine Runde unter und über die Teppiche. Und ich lag hilflos auf dem Bauch!!! Gipsy hatte mich nämlich kalt erwischt: Sonst schläft sie neben oder zwischen meinen Füssen, diesmal aber stieg sie mir auf den Po als ich voll auf dem Bauch lag und rutschte dann mit der Zeit gnädig etwas nach unten aufs Po-Ende . . . Und da blieb sie auch!!
Ich hatte unterdessen bald die Halskehre. Sonst kann ich mich immer gut drehen, aber in dieser Lage wäre die Störung für die Dame wohl zu gross gewesen. Ich fürchtete, sie würde auswandern. Also, was macht man? Man leidet - für die Katz! |