Das Schicksal von Joy war zu Anfang eines, welches wir zur Genüge kennen:
Das Herrchen von Joy und Chica hatte die Katzen von jemandem übernommen und gab ihnen in der Zeit, wo sie bei ihm waren, viel Liebe und Zuneigung.
Als sich aber die Lebensumstände änderten, war immer weniger Zeit mehr da für die Schmusetiger. Darunter litten Joy und Chica sehr. Da die Katzen reine Wohnungskatzen waren, konnten sie sich auch nicht anderweitig ablenken.
Aus grosser Frustration begannen sie die Tapeten herunter zu reissen, was natürlich ihr Herrchen gar nicht erfreute. Ausserdem schien eine der beiden Katzen zu markieren.
So kamen Joy und Chica zu uns. Sie waren sehr aufeinander fixiert und waren fast immer zusammen. Die anderen Katzen haben sie kaum beachtet. Wir waren überzeugt, dass die beiden Schönheiten sehr schnell wieder zusammen ein neues Zuhause finden würden.
Leider kam alles ganz anders: Chica ist sehr abrupt erkrankt. Sie hatte ein unheilbares Nierenleiden, und musste erlöst werden.
Joy blieb einsam und traurig zurück. Aus lauter Trauer frass sie nicht mehr und nahm rapide ab. In Einzelhaltung konnte die Nahrungsaufnahme kontrolliert werden und Joy nahm langsam wieder zu.
Nach wie vor war Joy sehr verschmust, aber ihre alte Fröhlichkeit hat sie noch nicht wieder zurückerhalten.
Nun hat sie ein neues Zuhause gefunden. Sie zieht zu einem jungen Paar, welches sehr angetan war vom sanften Wesen von Joy. Einige Wochen lebt Joy nun noch in einer Wohnung bevor sie dann zusammen mit ihren neuen Menschen in ein Haus umziehen darf.
Neuigkeiten von Joy (09.11.2009)
Joy hat sich bei uns schnell eingelebt. Schon am ersten Tag hat sie die ganze Wohnung erkundet, brav das Kistchen benutzt und ist uns nicht von der Seite gewichen. Nach ein bis zwei Wochen hätte man meinen können, sie hat schon immer bei uns gewohnt.
Dieses Wochenende sind wir umgezogen, nun hat sie drei Stockwerke, die sie allerdings im Moment noch etwas überfordern. Sie ruft ab und zu nach uns, was fast den Eindruck erweckt, dass sie vergessen hat, wo wir sind. Dies war aber in der Wohnung auch so und hat sich dann gelegt.
Nach einiger Zeit wird sie sich auch hier gut eingelebt haben und dann darf sie in ca. fünf bis sechs Wochen das erste mal nach draussen. Gechipt ist sie auch.
Sie ist eine so liebe, anhängliche und verspielte Katze! Ich bin sehr froh, mich für sie entschieden zu haben und würde sie auch niemals wieder hergeben ;).
24.03.2010
So, nun nehme ich mir endlich einmal Zeit, von Joy zu berichten... Sie gehört ja nun schon eine ganze Weile zu unserer kleinen Familie, und ich geniesse es jeden Tag.
Seit Dezember hat sie regelmässig "Ausgang" tagsüber, aber sie macht erst seit kurzem davon regen Gebrauch. Seit es wärmer geworden ist, verbringt sie viel Zeit draussen. Leider musste ich mit ihr schon zweimal zum Tierarzt kürzlich: Das erste mal hat sich bei einer Routineuntersuchung herausgestellt, dass ein lockerer Zahn gezogen werden muss (der Eckzahn, der abgerochen war), das zweite mal kam sie mit einem 2,5cm tiefen Loch in der Brustgegend nach Hause. Der Tierarzt hat es ausgespühlt, zum Glück war es kein Tierbiss (ich hatte schon den Marder oder Fuchs im Verdacht...). Ich habe sie täglich verarztet, nun ist nur noch ein Räuftli zu sehen.
Letzte Woche habe ich dann den wahrscheinlichen Grund für das Loch gefunden: hinter einem Zaun auf dem nachbargrundstück steckte ein dicker Draht zwischen den Steinen im Boden, gerade so ausgerichtet, dass eine Katze beim Sprung vom Zaun darin landet. Der lag natürlich nur per Zufall da, aber es könnte schon passen. Jedenfalls habe ich
ihn entfernt, damit Momo (wir nennen sie mitlerweile so) nicht nochmal reinspringt.
Sie ist extrem neugierig und ich denke, es wird nicht das letze mal gewesen sein, wo ich mir sorgen machen muss um sie. Obwohl sie sehr clever ist, bringt sie sich immer wieder in Schwierigkeiten. Deswegen bleibt sie in der Nacht auch drinnen. Aber da sie tagsüber freien Auslauf hat und es nicht anders kennt, denke ich sie ist glücklich damit. Jedenfalls schläft sie jede Nacht bei mir und macht einen zufriedenen Eindruck.
Als Momo zu uns kam, war sie ja etwas dünn. Sie hat nun gesunde 4,4kg und ordentlich "Mukis" zugelegt, seit sie draussen herumtollt. Mit den zwei Nachbarskatzen hat sie sich auch schon angefreundet. Ja, es läuft bestenst und ich bin stolz auf meine Katze. Bisher hat noch keiner sie gesehen, der nicht sagte: oh, jöööh isch die härzig! jaja, sie ist die schönste von allen :).
Ich hoffe, in der Ziwschenzeit haben bereits viele weitere Katzen ein neues Zuhause gefunden. Ich danke ihnen allen jedenfalls für Ihre tolle Arbeit und hoffe, dass es noch viele Momo-Geschichten geben wird!
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