Lina Weihnachtsgeschichte für alle Katzenfreunde
Über mich:
Mein Name ist Lina, und ich bin eine ca. 4 Jahre alte Katzendame. Mein Fell ist weiss und schwarz/braun. Ich liebe es zu schmusen, und wenn es was zu fressen gibt, dann bin ich immer erster am Napf.
Mein Weg zu meiner neuen Familie:
Seit einigen Monaten war ich im Quartier Holligen in und um die Müllerstrasse in Bern unterwegs. Ob ich hier schon immer gelebt habe, daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Wie und wo mein Besitzer ist, das weiss ich ebenfalls nicht. Mir ging es eigentlich gut, aber ich vermisste meinen Besitzer. Dann passierte es, dass ich irgendwann meine linke Forderpfote gebrochen habe. Ich hatte Schmerzen, leider war ich ganz alleine und dadurch konnte ich nicht zum Tierarzt gebracht werden. Ich habe die Müllsäcke auf gerissen, weil ich kein Futter gefunden habe. Zum Fangen von Mäusen war ich leider mit nur 3 einsatzfähigen Beinen nicht in der Lage. Ich musste immer draussen schlafen, auch wenn es nachts kalt war. Manchmal hatte ich Glück, und ein Kellerfenster in einem Haus neben der Müllerstrasse war offen, und dann konnte ich dort reinkriechen und schlafen. Allerdings war mein Lieblingsplatz unter einem grossen Baum hinter dem Gartenzaun an der Müllerstrasse.
Manchmal habe ich gesehen, wie mich zwei junge Frauen mich anlocken wollten. Scheinbar kannten sich die beiden und hatten schon über mich gesprochen. Ich hatte Angst und habe deswegen sehr gefaucht. Ich konnte ja nicht wissen, dass die beiden Frauen mir nur Gutes tun wollen. Einmal habe ich gesehen wie eine der jungen Frauen namens Daniela Flyer verteilt hat. Scheinbar suchten sie genau wie ich nach meinem Besitzer. Leider hat sich nach einer Weile warten mein Besitzer nicht wieder gefunden.
Daniela hatte schon angefangen mich zu füttern. Am Anfang war ich sehr schüchternd und ängstlich. Sie hat sich wirklich toll um mich gekümmert und hat mir immer, wenn sie mich gesehen hat, Futter hingestellt. Angela hatte schon Daniela ihre Hilfe angeboten, weil manchmal habe ich die eine gesehen und mal die andere. Die Frage war, wie würde es für mich weitergehen?
Irgendwann hat Daniela dann bei der Katzenhilfe angerufen. Frau Farron hat dann mit Daniela telefoniert und ihr Tipps gegeben, wie sie mich am besten zähmen kann. Das ist nicht so einfach wie man gemerkt hat. Um mich zu fangen wurde eine Katzenfalle aufgestellt, allerdings ging ich dort nicht rein weil, dass war mir unheimlich und sehr dunkel. Mehrmals haben die beiden jungen Frauen scheinbar auf mich gewartet, um mich einzufangen. Dies habe ich natürlich gemerkt und aus Angst bin ich zu der Zeit nicht hingekommen.
Irgendwann kann Angela unerwartet nach Hause und hat mich dann am 17.11. eingefangen. Ich habe etwas gefaucht, aber mich nicht widersetzt. Sie hat mich hoch in ihre Wohnung gebracht, am Anfang hatte ich Angst, weil ich nicht wusste was passierten würde. Ich bekam gleich Futter und nach wenigen Stunden merkte ich, das mir hier nichts passiert. Dann habe ich mich unter den Küchenstuhl gelegt und tief geschlafen. Abends kamen dann Daniela und Kai, der Freund von Angela. Beide schauten mich mit grossen Augen an und waren erstaunt, wie ruhig ich da gelegen habe. Da ich sehr müde war, habe ich nicht viel mitkommen. Daniela sprach von einem Tierarzt, scheinbar werde ich wirklich behandelt. Ich habe die ganze Nacht durchgeschlafen und auch gleich mein Katzenklo gefunden.
Am nächsten Nachmittag wurde ich dann in eine komische Box gesteckt und in ein Auto gebracht. Dabei war mir nicht wirklich wohl. Wir fuhren ein kurzes Stück. Danach wurde ich in ein grosses helles Zimmer gebracht, wo eine Untersuchung statt gefunden hat. Beide Frauen haben mich dann verlassen, und ich musste dort beim Arzt bleiben, dass hat mir nicht gefallen. Ich musste einige Untersuchung mit mir machen lassen, und danach wurde ich zur Operation gebracht. Ich musste zum Glück nur knapp eine Woche da bleiben. Am Anfang war ich müde von der schweren Operation. Mein linkes Vorderbein wurde mir abgenommen, da das Ärzteteam mein Bein nicht wiederherstellen konnte. Ich brauchte eine ganze Zeit, um mich zu erholen. Dann kam ich zu Kai und Angela nach Hause. Ich muss eine Man-schette um den Hals tragen und Antibiotika nehmen, dass war sehr unangenehm für mich.
Mittlerweile fühle ich mich sehr wohl, am Anfang bin ich immer nur in einem Zimmer geblieben. Aber jetzt lerne ich alle Zimmer kennen und fühle mich schon zu Hause. Ich komme ganz gut zu recht mit drei Beinen, allerdings schlafe ich noch sehr viel. Der Arzt ist ebenfalls zufrieden mit meinem Heilungsprozess. Ich bin meistens die Erste, wenn es etwas zu fressen gibt, und schmusen, das steht nach Schlafen immer auf dem Plan.
Das ist mein grosses Happy End für dieses Jahr, wie ihr lesen konntet, habe ich schon eine Menge erlebt. Ich muss mich noch etwas mehr zu recht finden, aber meinen neuen Besitzer unterstützen mich dabei.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die sich um mich gekümmert haben und auch bei der Katzehilfe Bern für die finanzielle Unterstützung. Ich freue mich schon auf den Besuch von Frau Farron nächstes Jahr.
Ich wünsche schöne Weihnachten und auf ein gutes Jahr 2009.
Liebe Grüsse, eure Lina |