Rassekatzen bekommen wir zwar ab und zu, aber zwei solch stolze Exemplare hatten wir noch nie. Malika ist eine reinrassige Abessinerkätzin mit langem Stammbaum. Rico hat zwar keinen Stammbaum; er ist ein Somali-Mix; sein Aussehen ist aber auch sehr edel.
Beide Katzen sind erst knapp einjährig. Sie wurden bisher in einer Wohnung gehalten. Da ihr Frauchen arbeiten musste, war es den beiden vermutlich einfach langweilig. Vor allem Rico fand dieses Leben überhaupt nicht toll. Bei ihm sollte immer etwas laufen, und er steht ganz gerne im Mittelpunkt. Schweren Herzens gab ihr Frauchen die beiden lebhaften Katzen ab, damit wir ein neues Zuhause finden können.
Eigentlich ist es meist nicht toll, für Rassekatzen ein Zuhause zu finden. Es melden sich zwar immer sehr viele Leute, aber die meisten möchten schlicht und einfach eine günstige Rassekatze erwerben. Malika war noch nicht kastriert als sie zu uns kam. So meldeten sich auch einige Leute, die mit ihr züchten wollten. Dies liegt nun aber gar nicht im Interesse unseres Vereins. Wir sind der Meinung, dass es genug Katzen gibt, und dass die Vermehrung nicht noch unnötigerweise weiter gehen muss. So wurde Malika vor der Abgabe ebenfalls kastriert.
Im Tierheim fühlten sich die beiden Katzen sofort wohl. Man merkte, dass sie es genossen, dass hier immer etwas los ist und dass immer Menschen kommen, die man um Streicheleinheiten anbetteln kann. Da beide Katzen sehr verschmust und absolut zutraulich sind, kam auch eine Platzierung in eine Familie in Frage.
Schon nach wenigen Tagen meldete sich eine Familie, die auf der Suche nach zwei Katzen war. Erste Abklärungen am Telefon zeigten, dass dies das neue Zuhause für Malika und Rico sein könnte. Für uns war auch wichtig, dass die Familie nicht Rassekatzen wünschte, sondern einfach Katzen, die in ihre Familie passen. Bei der Besichtigung war es dann Liebe auf den ersten Blick. Da die Familie all ihre Katzensachen weggegeben hatte, musste zuerst eingekauft werden. Dann war es aber soweit, und die beiden Samtpfoten konnten ins neue Zuhause einziehen.
Wir denken, dass die beiden sicher viel Leben ins neue Zuhause bringen werden. Aber nun gibt es immer jemanden der Zuhause ist, und nach einer Eingewöhnungszeit können die beiden dann auch die Umgebung erkunden. Und dann kommt sicher auch für Rico keine Langeweile mehr auf!
Neuigkeiten von Rico und Malika (20.04.2009)
Nachdem Rico und Malika nun schon nahezu zwei Wochen bei uns wohnen, wollte ich einmal einen ersten Stand übermitteln.
Die beiden sind vollkommen unkompliziert und haben sich reibungslos integriert. Rico ist sehr eigensinnig, das macht ihn irgendwie noch sympathisch ;-). Bei einem ersten Freigang hat er sich, wie Sie das vorausgesehen hatten, gleich mit zwei seiner Artgenossen angelegt und den Kürzeren gezogen. Seither ist sein Drang nach draussen ein wenig gedämpft.
Malika ist sehr liebenswert, erkundet jeden Schrank von innen, kommt jeden Abend zum ausgiebigen schmusen und hat den Apfelbaum in unserem Garten zu ihrem Lieblingsspielzeug erklärt.
Alles in allem sind wir sehr glücklich mit unserer Wahl!
Bereits Anfang Mai haben wir die beiden im Fahrhubel für ein Wochenende angemeldet, da wir zu einer Familienfeier nach Deutschland müssen. Aber dort haben es die beiden ja gut...
26.06.2009
Rico war schon von Natur aus ein temparamentvoller Kater. Dass ihm bei der Kastration nur eine Hode entfernt wurde half ihm nicht, ruhiger zu werden. Zunehmend verhielt er sich wie nicht kastriert, worunter er selber sehr litt.
Seine Familie entschied sich dann, den Kater nochmals kastrieren zu lassen resp. die Hode im Leistenkanal herausnehmen zu lassen. Alles ging gut, und Rico hat sich schnell wieder von der Operation erholt. Auch wurde er schnell ruhiger und alles schien gut.
Leider war Rico kein langes Leben gegönnt. Eines Abends lag er tot auf dem Nachbarsgrundstück. Äusserlich war ihm nichts anzusehen. Ob er einen Unfall hatte? Auf jeden Fall ist seine Familie ganz fest traurig. Hat der lebhafte Rico doch alle Herzen im Sturm erobert. Er wird aber sicher seine Famile von seiner Wolke aus weiter begleiten und hofft, dass sie nicht zu fest traurig ist.
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