Mandy und Joya kamen zusammen mit Charly zu uns ins Tierheim. Auch die Geschichte dieser drei Katzen ist tragisch. Sie mussten ein neues Zuhause suchen, da ihr Frauchen an Krebs gestorben ist. Die drei Katzen habe ihr Frauchen bis am Schluss begleitet und unterstützt. Danach mussten sie alleine in der Wohnung warten, bis sie zu uns kommen konnten. Den langen Weg aus der Ostschweiz haben die drei gut gemeistert.
Die sensible Mandy und ihre Tochter Joya kamen zu Beginn mit der Situation überhaupt nicht zu recht. Beide waren sehr zurückgezogen, und man hatte fast den Eindruck, als würden sie immer noch um ihr Frauchen trauern.
Charly kam mit dieser Situation am besten zu Recht. Und obwohl er der älteste war, fand er als erster ein neues Zuhause. Er ist einfach eine robuste Frohnatur und lässt sich so schnell nicht unterkriegen.
Da Mandy und Joya sehr aneinander hängen, war für uns klar, dass wir die beiden nur zusammen vermitteln. Mandy fand schon bald ihre Fans. Als Siamkatze mit ihrer schönen Farbe eroberte sie schnell einmal das Herz von einigen Leuten. Joya zeigte auch nach einigen Wochen kein Interesse an Besuchern. So war es schwierig jemanden für die beiden Katzen zu begeistern.
Von Anfang an hatte Mandy Mühe mit fressen. Das Übel war schnell entdeckt: sie hatte ganz entzündetes Zahnfleisch und zwei Zähne mussten ihr sogar gezogen werden. Als auch der Zahnstein entfernt war, ging es Mandy schnell wieder besser. Und von da an, suchte sie auch mehr den Kontakt zu Menschen.
Schlussendlich gibt es auch für die beiden Süssen ein Happyend: sie sind bei einem älteren Ehepaar in ein schönes Haus eingezogen. Ein ideales Zuhause für die beiden Damen. Nun bekommen sie eine Menge Schmuseeinheiten, haben ganz viel Platz und können erst noch rein und raus, wie sie möchten.
Da wartet man doch auch als Katze gerne auf das ideale Zuhause.
Neuigkeiten von Mandy und Joya (24.04.2009)
Die beiden Katzen gewöhnen sich langsam, langsam an. Wir hatten den Eindruck, sie seien SEHR verwildert und "vergelstert", vor allem Joya, die sich zunächst unter einem Büchergestell verkroch. Ob diese Angst vom Heimaufenthalt oder vom vorangehenden Haushalt kommt, können wir nicht beurteilen.
In der ersten Woche waren sie misstrauisch und immer auf der Flucht – stets in die Höhe strebend, auch die Vorhänge hochkletternd... Tagsüber liegen sie jetzt häufig eng aneinander auf dem Bett, am Abend einzeln oder zu zweit neben uns auf dem Sofa. Aber vor Handbewegungen, z. B. auch vor der Katzenbürste, fürchten sie sich immer wieder.
Es sind aber sehr liebe Tiere, sie machen grosse Fortschritte, haben auch zu sprechen begonnen, sie spielen allein und zu zweit, springen artistisch mit allen Vieren in die Luft und verfolgen die Spielzeugmaus, zanken manchmal auch miteinander. Sie beobachten aufmerksam durch alle Fenster die Umgebung ringsum, beobachten auch die Nachbarskatzen. Wir werden trotzdem noch einige Zeit warten, bis wir sie in den Garten lassen, zuerst wohl auch noch nicht gemeinsam.
24.08.2009
Mandy heisst heute Loki. Dieser Name hat sie bekommen, da dies eigentlich eine nordische Göttin ist! Man fand, dass zu der erhabenen und eleganten Siamkatze der Name besser passte. So kam also unsere Mandy zum göttischen Namen Loki.
Unsere Joya heisst heute Calypso. Sie wurde anhand desssen, dass Loki einen Göttinnenname bekommen hat, ebenfalls nach einer Göttin benannt und hat deshalb den Namen Calypso gleich einer griechischen Göttin erhalten.
Loki und Calypso brauchten eine Weile, um im neuen Zuhause anzukommen. Heute jedoch, sind alle ein eingespieltes Team. Loki und Calypso sind gechipt und können ihren Auslauf geniessen, wobei Loki sehr menschenbezogen ist und kaum weg geht vom Haus. Sie bleibt ums Haus und kommt auch nach kurzer Zeit wieder nach Hause. Sie ist auch diejenige, welche im Bett schläft am liebsten im Arm natürlich.
Calypso geht hingegen schon gerne mal raus und bleibt dann auch mal eine Stunde oder so weg. Sie kommt aber auch sehr gerne wieder nach Hause. Sie hat einen Lieblingsplatz im Gebüsch gefunden, von wo aus sie alles beobachten kann und gerne Ewigkeiten liegt.
Loki hat grosse Angst vor Donner. Das Gewitter an sich sei ihr egal, der Donner hingegen macht ihr grosse Angst. So ein Lärm auch..;-). Dann versteckt sie sich unter dem Kissen und den Decken und wartet, bis die Gefahr vorbei ist. Loki "spricht" in der Zwischenzeit ihr "siamesisch" und kann so gut mitteilen, wann sie nun hunger hat und jemand Futter bereit stellen muss…;-).
Calypso ist die "lebendigere" von beiden. Sie will, dass immer was geht. Sie ist zwar etwas scheu, lässt sich aber ohne weiteres streicheln und schmusen. Einfach nicht so gerne von fremden Menschen.
Loki und Calypso werden von ihren Besitzern sehr geliebt! Obwohl die Katzen anfänglich noch sehr zurückhaltend waren, so haben die heutigen Besitzer mit ganz viel Liebe und Geduld das Vertrauen der lieben und sensiblen Katzen gewonnen und heute sind die vier eine richtig tolle Familie geworden. |