Miro - Glücklich vermittelt im August 2009

Miro kam als kleiner Kater zusammen mit seiner Schwester July zu uns. Sie waren auf einem ehemaligen Bauernhof zur Welt gekommen. Die Bewohner dieses Hofes liessen die Katzen beim Umzug zurück und der Nachbar wollte sie erschiessen. Eine Verwandte der neuen Besitzer griff ein und brachte die Katzen zu uns.

Die beiden Jungkatzen hatten Glück und schon bald interessierte sich ein nettes Paar für die Beiden. July war von Anfang an die zutraulichere, und wir waren froh, dass der scheue Miro mit seiner Schwester zusammen in ein schönes Zuhause einziehen kann.

Leider kam alles ganz anders. July erkrankte und musste unerwartet schnell von ihrem Leiden erlöst werden. Da Miro und July immer zusammen waren und auch aneinander hingen, war es für Miro nicht einfach, als er alleine zurück blieb.

Leider wollten die Interessenten Miro nicht mit einer anderen Katze zusammen übernehmen. Inzwischen war auch seine zweite Schwester Carina im Tierheim eingetroffen. Mit dieser hatte Miro aber nicht so eine enge Beziehung wie zu July.

Miro war nach dem Tod von July eher noch zurückhaltender geworden. Es vergingen wieder einige Wochen, bis eine merkliche Veränderung in seinem Verhalten zu erkennen war: Miro, der sich lange nicht anfassen liess merkte auf einmal, dass Hände auch etwas Gutes sein können.

Da Miro nun schon ein paar Monate bei uns war, hatten wir ernsthaft darüber nachgedacht, für ihn einen Futterstellenplatz zu suchen.

Nun hat sich aber für Miro definitiv alles zum Positiven hin gewendet. Er ist zusammen mit Rasi, mit welchem er sich im Tierheim angefreundet hat, in ein neues Zuhause eingezogen. Er wohnt nun vorläufig in einer grossen Wohnung am Waldrand im schönen Berner Oberland. Wenn er sich mit seinem neuen Frauchen angefreundet hat, und mit seinem neuen Heim vertraut ist, dann steht ein Katzentörchen bereit, durch das er seine neu gewonnene Freiheit auskosten kann.
Das Wohl von Miro liegt uns speziell am Herzen, da er ein sehr scheuer Kater war und dadurch auch lange bei uns blieb. Nun sind wir aber überzeugt, dass Miro sein Zuhause gefunden hat und sein Leben in vollen Zügen geniessen kann.

Neuigkeiten von Rasmus und Miro (06.09.2009)

Langsam aber stetig gewöhnen wir zwei uns an die neue Umgebung und an unsere Menschen-Mitbewohner.
Ich, Rasmus habe schon am Freitagabend ausgiebig mit meiner neuen "Menschin" und ihrer Tochter geschmust. Tagsüber verziehe ich mich noch an möglichst enge Plätzchen und schlafe tief und fest. Des Nachts, wenn die Menschen schlafen, vor allem so zwischen 04.00 und 06.00 Uhr geht bei uns zwei, Miro und mir, die Post ab. Dabei kommt Miro mindestens so viel Schabernack und Ausgelassenheit in den Sinn wie mir. Wir toben dann durch die weitläufige Wohnung, über Sessel und Teppiche und spielen ausgelassen mit unseren Spielmäusen usw.

Wir haben auch schon brav alle unsere Bedürfnisse in die Kistli gemacht.

Ich freue mich nun auf die Zeit, wo ich auch draussen die Welt erkunden darf. Durch das Fenster lasse ich mich vorläufig von der Sonne wärmen.

Ich, Miro möchte jetzt auch noch etwas sagen: Ich habe zwar noch ziemlich Angst vor all dem Neuen und verkrieche mich meistens noch hinter oder zuoberst auf den Schrank. Aber gestern Abend habe ich auch schon ein paar Streicheleinheiten bei meinen neuen Menschen geholt, und es sieht so aus, dass ich ihnen vertrauen kann. Ich habe ein bisschen geschnurrt und für wenige Minuten die ganze Aufregung vergessen.

Wir beide und unsere Menschen grüssen alle Menschen- und Tierbewohner im Tierheim.

11.09.2009

Die beiden Kater sind gut im neuen Zuhause angekommen.
Miro betrachtete sein neues Heim erst noch mit Misstrauen aber Rasi stolzierte schon am ersten Tag durch sein neues Reich, als hätte es nie etwas anderes gegeben.
Die beiden Jungs verstehen sich grundsätzlich gut. Miro liebt aber wilde Spiele, was Rasi dann fast zu viel wird.
Rasi liebte den Blick nach draussen und schon bald wurde er unruhig und wollte die Umgebung endlich erkunden können. Schon in seinem ehemaligen Zuhause hat er von der Freiheit geträumt, und nun wo sie direkt vor seiner Nase war, wollte er sie auch geniessen können.

So bekam er ein Halsbändeli umgebunden und sein neues Frauchen ging mit ihm raus. Rasi nahm allen Mut zusammen und raste Richtung Nachbarhaus. Es ging nicht lange, und er kam wieder zurück. Völlig erschöpft von den neuen Eindrücken musste er sich erst mal erholen. Zum Glück war Frauchen da und konnte ihm zur Seite stehen!

Miro muss sich für seinen ersten Ausgang noch ein wenig gedulden. Aber auch er darf schon bald raus und so wird sich das Leben in der neuen WG sicher schnell wieder beruhigen.

17.09.2009

Die beiden Jungs geniessen ihre Freiheit im und ums Haus herum. Letzten Samstag zwischen 04.00 und 06.00 Uhr murkste Rasmus das Katzentörchen auf, obwohl ich ein Sück Sagex vor der Scheibe eingeklemmt hatte. Sein Drang nach selbst bestimmter Freiheit war so gross, dass er mich am Morgen auf der Terrasse erwartete. Miro begutachtete sich die Situation noch hinter dem Törchen. Ich entschied mich jedoch, auch ihn in die Freiheit zu entlassen, obwohl er immer noch sehr scheu ist. Nun können also die beiden selbst bestimmen, wann sie wo sein wollen.

Rasmus hält sich vorwiegend in der Nähe der Wohnung auf, während Miro sich schon am ersten Tag zehn Stunden nicht mehr blicken liess. Spätestens am Abend kommt er heim, bedient sich sehr gerne am "Katzenbuffet" und lässt sich anschliessend neben mir auf dem Sofa nieder und geniesst die Streicheleinheiten. Er hält jetzt sogar manchmal
sein Bäuchlein hin um dort gekrault zu werden. Vor schnellen Bewegungen und fremden
Menschen hat er immer noch grosse Angst und nimmt Reissaus.

Rasmus schätzt es, in meiner Nähe zu sein, wenn ich zuhause bin. Gerne liegt er bei mir auf dem Schreibtisch, wenn ich hier arbeite. Er putzt sich ausgiebig, fordert mich zum Kraulen auf und denkt, ich sei nur wegen ihm hier am Arbeiten.

Uns drei geht es sehr gut! Ich hoffe, bald auch bebilderte Neuigkeiten schicken zu können.

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