Momo brachte eine eigenartige Geschichte mit, als er auf Umwegen zu uns kam. Seine Besitzerin kontaktierte uns, ihr Kater hätte Zecken und müsse deswegen weg. Zuerst glaubten wir an einen schlechten Scherz, wir wurden dann aber eines Besseren belehrt. Tatsächlich hatte Momo einige Zecken und seine Besitzerin hatte Angst, dass Momo die Zecken auf ihr Kind übertragen würde. Alle Versuche, diese Gefahr zu relativieren und andere Möglichkeiten aufzuzeigen, scheiterten. Momo durfte nicht mehr ins Haus. Eine Behandlung gegen die Zecken wollte die Besitzerin nicht machen.
Da der Anruf an einem Wochenende kam und wir am Wochenende keine Katzen aufnehmen können, Momo aber sofort weg musste, nahm eine andere Organisation den Kater notfallmässig bei sich auf. Am Montag kam dann Momo zu uns. Er wurde zuerst zum Tierarzt gebracht, damit er gegen die Zecken behandelt und auch ein erster Gesundheitscheck gemacht werden konnte. Momo war gesund nur ein wenig eingeschüchtert von den Ereignissen.
Zum Glück musste er nicht lange im Tierheim auf sein neues Zuhause warten. Ein nettes Paar suchte einen Zweitkater zu ihrer Katzendame. Da Momo sich anderen Katzen gegenüber sehr freundlich zeigte, schien dies zu passen. So zog Momo in sein neues Zuhause, wo er einige Zeit drinnen leben sollte und dann wieder seine Streifzüge draussen machen darf. Wir hoffen, dass Momo nun zur Ruhe kommt, und keine lästigen Zecken einen weiteren Umzug nötig machen!
Neuigkeiten von Momo (16.07.2010)
Momo hat sich als gesprächiger Kater entpuppt. Nach kurzer Eingewöhnungszeit geht er jetzt emsig ins Freie. Mit unserer Kätzin zusammen geht es relativ gut. Manchmal ist er ihr ein wenig zu stürmisch.
Nächste Woche gehen wir mit ihm zum Tierarzt wegen der Impfung und werden dann auch gleich die etwas tränenden Augen zeigen.
16.08.2010
Momo brachte seine neuen Besitzer recht auf Trab. Er hatte sich sehr schnell eingelebt und verhielt sich im Haus recht vertraut. Ebenfalls hatte der temperamentvolle Kater genug vom Eingesperrt-Sein und wollte endlich raus. So wurde er nach zwei Wochen Angewöhnung in die Freiheit entlassen.
Dies funktionierte drei Wochen sehr gut. Dann aber entschied Momo, dass er noch mehr entdecken wollte und wanderte eine ganze Strecke weit weg. Er entschied sich, bei einer älteren Dame vorübergehend Wohnsitz zu beziehen. Er liess sich nicht anfassen, aber im Keller gefiel es ihm ganz gut.
Die unfreiwilligen neuen Katzenbesitzer reagierten richtig und schauten im stmz nach, ob eine schwarze Langhaarkatze vermisst wird.
Da Momo von den unglücklichen Besitzern richtigerweise als vermisst gemeldet wurde, hat die Dame schnell entdeckt, dass Momo wirklich ein kleiner Ausreisser war. So konnten die Besitzer Momo schnell wieder nach Hause nehmen, und wir hoffen nun, dass er seine Spaziergänge in der Nähe seines Zuhauses unternimmt.
Jedenfalls verhielt er sich sofort wieder so, als wäre er kein Tag weg gewesen.
16.10.2010
Momos bewegtes Leben geht weiter und kommt leider noch nicht zur Ruhe.
Obwohl Momo erst im Juli vermittelt wurde, muss er nun schon wieder umziehen. Nach einem weiteren Monat, wo er friedlich bei seiner neuen Familie gelebt hatte, ist er wieder ausgezogen und am gleichen Ort gelandet, wie bei seinem ersten Auszug. Momo wurde zwar wieder zurück geholt, aber die Gefahr, dass er wieder abhaut war den fürsorglichen Besitzern zu viel.
Zudem wurde er an diesem Ort von einer Frau gefüttert, welche noch unverschämte Geldforderungen gestellt hat. Wenn sie Momo gar nicht gefüttert hätte, wäre er unter Umständen auch wieder zurück nach Hause gegangen. Leider gibt es aber immer wieder Leute, die meinen es zwar gut, machen es dennoch aber falsch. Nicht jede Katze, welche ankommt und nach Futter schreit, hat auch kein Zuhause und ist am Verhungern. Und Katzen finden das natürlich toll, wenn sie eine brauchbare Alternative zu ihrem Zuhause finden. Dass bei einer freiwilligen Fütterung dann aber noch Geldforderungen gestellt werden, das war auch für uns sehr befremdlich!
Wir können gut nachvollziehen, dass Momo nun definitiv abgegeben wird. Er ist ja jeweils von seinem Wohnort quer durch die ganze Stadt gelaufen. Es ist schon ein Wunder, dass ihm bei diesen zwei Ausflügen nichts passiert ist.
Wir hoffen, dass Momo nun endlich zur Ruhe kommt. Er ist direkt in sein neues Zuhause umgezogen.
Dort wohnt er nun mit einem zweiten jüngeren Kater zusammen absolut auf dem Land. In dem umgebauten Bauernhaus gibt es viele Versteckmöglichkeiten. Es ist zu hoffen, dass Momo sich nun rasch eingewöhnt und dass es ihm im neuen Zuhause gefällt, so dass er nicht wieder auf die Piste gehen muss.
Neuigkeiten von Momo (29.6.2011)
Momo hatte schon ein turbulentes Leben, aber das war dem jungen Kater wohl doch noch nicht genug….
Die neue Besitzerin, welche den Kater nur wenige Tage hatte,bekam einen Anruf einer Dame, welche im Besitz von Momo war. Auch dies ist eine
abenteuerliche Geschichte:
Momo suchte sich wieder selber ein neues Zuhause. Leider konnte er dort nicht bleiben, da die Familie schon sechs Katzen besass. Sie fanden aber ein neues Zuhause für Momo und gaben ihn
einer bekannten Familie. Leider ist noch viel zu wenig bekannt, dass man das nicht
einfach so machen sollte und man sich auch strafbar macht.
Die neue Besitzerin ging mit Momo zum Tierarzt und dieser stellte zum Glück fest, dass Momo einen Chip hatte. Schnell war aber klar, dass es keinen Sinn macht, wenn
Momo an den alten Platz zurück geht, da es ihm da offensichtlich auch nicht
gefiel (Momo scheint da sehr eigen und vor allem wählerisch zu sein.)
So bleibt Momo nun bei seiner allerneuesten Familie und dies ist nun auch ganz offiziell.
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