Panther hat einen langen Weg hinter sich. Er kommt nämlich ursprünglich aus dem Wallis, wo er den grössten Teil seines Lebens verbracht hat. Leider musste seine damalige Besitzerin Panther nach zehn Jahren umplazieren, da sie von einem Haus auf dem Land – im schönen Wallis – in die Stadt in eine Wohnung ziehen musste. Da aber glücklicherweise die Nichte nicht weit weg wohnte und Panther ebenfalls ein schönes freies Leben bieten konnte, zog also Panther um zu seiner neuen Katzenbesitzerin. Panther, wie der Name schon sagt, ein hübscher, natürlich schwarzer und eleganter Kater, durfte dann dort weitere fünf glückliche Jahre verbringen!
Das Schicksal wollte es aber, dass nun die Nichte aus beruflichen Gründen in die Stadt Bern ziehen musste und das Landleben gegen das Stadtleben tauschen musste. Panther machte den Umzug zwar mit, da er aber von da an in der Wohnung bleiben musste, war er unglücklich und sehnte sich zurück an die Zeit, wo er draussen herumstreifen durfte. Ausserdem stellte sich heraus, dass die Nichte eine Katzenallergie hatte, welche sich jedoch erst zeigte, als Panther nun den ganzen Tag in der Wohnung blieb.
So, kam der liebe Kerl also zu uns. Noch unheimlich rüstig mit seinen 15 Jahren zog er bei uns ins Tierheim ein. Wir hatten kaum die Chance ihn zu chippen, schon meldete sich eine ältere Dame, ein liebes Mitglied vom Verein Katzenhilfe Bern, die soeben ihre Katze im hohen Alter verloren hatte und nun für ihr verbleibendes, ebenfalls 15jähriges Weibchen wieder ein Gspändli suchte. Die Dame wohnt in einer schönen Umgebung im Grünen, Wohnung mit Terrasse und viel ganz viel Liebe. So kam es dann, dass kaum 3 Tage später Panther unser Tierheim wieder verliess Richtung neues Zuhause! Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick.
Unserer herzensguten neuen Besitzerin gefiel einfach alles an Panther, und so war das Schmusen im Tierheim schon gross. Panther fand die Aufmerksamkeit natürlich ganz toll und wusste, das wird mein Zuhause. Er wohnt nun bei unserer alleinstehenden älteren aber noch sehr rüstigen Seniorin, mit einer gleichaltrigen Katzendame und natürlich allem Freiraum welcher er braucht.
Panther verbringt nun 2-3 Wochen in der Wohnung, damit er sich an alles gewöhnt und besonders auch, dass er sich an die neue Katzengesellschaft herantasten kann, danach aber darf unser Kater wieder raus und sich an die Sonne legen. Wir freuen uns sehr darüber! Panther hat ein sehr schönes Zuhause bekommen.
14.05.2010
Es geht ihm gut: er frisst jetzt normal (am Anfang nicht so gut), er ist geimpft und - zur Sicherheit - entwurmt, er trägt jetzt ein rotes Geschirr mit Adressenmedaillon, und er ist zweimal kurz draussen an der Leine gewesen.
Er hatte das Katzentörli sofort gefunden und ist sehr frustriert, dass er es nicht aufmachen kann. Ich warte noch weitere zwei Wochen, bis ich es entriegle, inzwischen gibt es wieder kurze "Orientierungsläufe" an der Leine.
Das Einzige, das nicht so klappt: er und meine Kätzin nehmen überhaupt keine Notiz von einander! Einmal, als sie sich frontal trafen, wollte die Kätzin ihm einen Nasengruss geben, aber er zog sich zurück und fauchte, worauf sie floh.
Hoffentlich werden sie sich einmal anfreunden. Auf alle Fälle bin ich sehr froh, ihn bei mir zu haben, und er scheint auch zufrieden zu sein (Schwanz aufrecht!).
25.05.2010
Panther durfte heute zum ersten Mal alleine hinaus. Zum Glück bleibt er meistens am Brett vor dem Törli, und als er doch einmal hinunter ging, kam er bald blitzartig wieder hinauf ins Haus. Ein weiteres Foto auf einem der Kratzbäume liegt bei.
13.08.2010
Eine kleine Meldung: Gestern hat mich Panther gerufen, um mir zu zeigen, was er heim gebracht hatte - eine (nicht ganz tote) Maus! Ich habe ihn sehr gelobt, aber bevor ich sie ihm wegnehmen konnte, hat er sie ganz gefressen, inkl. Füsse und Schwanz. Es ging alles auch viel zu schnell, als dass ich ein Foto machen konnte.
Mit 15 Jahren also immer noch ein gestandener Jäger! Er verbringt die meiste Zeit draussen und würde auch gerne nachts hinaus, wenn ich es erlauben würde (was ich nicht tue). Er bekam heute eine Wurmtablette, und ich werde ihn fortan regelmässig entwurmen müssen.
Ich habe grosse Freude an ihm und habe den Eindruck, dass er ebenfalls glücklich ist. |