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Die beiden süssen Katzenkinder haben im Sturm alle Herzen erobert. Waren Sie doch fast von Anfang an sehr fröhlich und aufgestellt.
Ronja und Birk sind zwei Sommerkatzen und kamen in einer Gewitternacht auf die Welt. Von Anfang an war klar, dass sie mal zu ihrer ersten Besitzerin ziehen sollten um dort ein schönes Leben zu verbringen. Leider kam sehr schnell alles anders. Als kleine Katzenbabys sind sie umgezogen. Und es gefiel ihnen am Anfang auch gut. Je grösser sie wurden, desto mehr zog es Birk nach draussen. Leider ging das an diesem Wohnort nicht und Birk wurde laufend unzufriedener.
So kamen die beiden Teenager Katzen zu uns ins Tierheim. Am ersten Tag mussten beide furchtbar fauchen, da sie gar nicht begriffen, was da gerade passierte. Wie alle Jungkatzen haben sie sich aber sehr schnell eingewöhnt. Ronja wartete immer sehnsüchtig auf Besuch und genoss es, wenn jemand kam um Streicheleinheiten zu verteilen. Birk war da ein wenig zurückhaltender. Er war zwar auch sehr freundlich, aber das Interesse an den Menschen war eher klein.
Vielen Interessenten gefielen die beiden Katzen. Aber wir hörten immer wieder: die sind so süss, die finden sicher einen schönen Platz. Ja, da wir viele Interessenten haben, die eher schwierigen Katzen ein Zuhause geben möchten, mussten Ronja und Birk auch einige Zeit warten, bis sie ein neues Zuhause fanden.
Nun sind die beiden Racker aber umgezogen. Sie wohnen nun zusammen in einem schönen Haus, wo sie nach Lust und Laune herumtoben können. Das Raumangebot wird auch voll ausgenutzt und vor allem Ronja scheint eine ganz Wilde zu sein, welche es geniesst im ganzen Haus herum zu rasen. Birk ist eher der Überlegte, welcher schon sehr "erwachen" scheint.
Für Ronja war die Aufregung mit dem neuen Zuhause ein wenig viel. Sie bekam eine Augenentzündung und hatte Durchfall. Ein Besuch beim Arzt zeigte aber, dass diese Unpässlichkeiten auf die Aufregung zurückzuführen war, und nach einer kurzen Behandlung ging es Ronja wieder besser.
Schon bald dürfen beide Katzen den Garten erkunden. Vor allem Birk wird sich freuen, wenn er endlich wieder draussen sein kann.
Neuigkeiten von Ronja und Birk (24.01.2010)
Ronja und Birk sind nun seit 10 Tagen kastriert und gechippt, alles hat tiptop geklappt. Ronjas Pelz braucht noch eine Weile. Das hält sie aber nicht von stundenlangen Erkundungstouren in der winterlichen Nachbarschaft ab. Seit 1 Woche
gehen sie selbständig rein und raus. Anfangs haben sie richtiggehend gejauchzt vor Freude, es war rührend die beiden zu beobachten. Wenn man erlebt hat, wie gross die Begeisterung bei den ersten Ausgängen ist, kann man sich nicht vorstellen, Katzen in der Wohnung zu halten.
Mittlerweile sind sie schon recht routiniert im Herumstreifen.
Die Tierärztin hat Ronja als schwierige Katze beschrieben auf dem Behandlungstisch; es sei oft so, dass die Schildpatt markante Persönlichkeiten zeigten. Auf jeden Fall hat Ronja ihr das Leben schwer gemacht, bis sie dann eingeschlafen war. Birk konnte das Ganze ruhiger nehmen. Bei uns ist sie sehr lieb, anhänglich und zwischendurch ihre wilden Momente.
Birk entwickelt sich zu einem eindrücklichen Kater, der auch seine Schwester ab und zu heftig in die Schranken weist. Aber sonst verstehen sie sich gut.
Wir haben viel Freude an den beiden!
11.10.2010
Den beiden gehts prächtig: sie sind richtig gross geworden, zu Persönlichkeiten herangewachsen und Ronja muss ein wenig auf die Linie schauen. Sie gehen meist getrennte Wege und haben einen eigenen Rhythmus, spielen dennoch ab und zu miteinander oder liegen beieiander, jetzt wos wieder kälter wird.
Ronja fordert oft zum Kampf heraus, sie ist aber nicht mehr ganz so wild wie im Dezember. Birk geht nachsichtig und sanft mit ihr um, ausser wenn sie nicht locker lässt. Dann zeigt er ihr mit ein paar gezielten Prankenhieben, wer der Meister ist. Das mit den Halsbändeli ist so eine Sache, wir haben seit Dezember bestimmt zehn Stück gekauft, immer wieder gehen sie verloren oder sie streifen sie extra ab... Auf jeden Fall sind sie gechippt.
Birk ist sehr oft draussen unterwegs, kommt meist nur zum Fressen rein und verschwindet gleich wieder - so wie es sich für einen richtigen Kater gehört. Ronja ist sehr viel geselliger und kann kaum genügend Streicheleinheiten bekommen. Sie geht sogar soweit an den Hosenbeinen hoch zu klettern, wenn sie ihrer Ansicht nach zu kurz zu kurz kommt.
Auf jeden Fall sind die beiden sehr pflegeleicht und eine Freude zu haben!
23.10.2010
Zwei Tage nachdem ich über Birk und Ronja berichtet hatte, kommt Birk blutüberströmt auf drei Beinen nach Hause. Er hat eine gewaltige Fleischwunde am inneren Vorderlauf eingefangen. Ich fahre schnurstracks zur Tierärztin. Zum Glück muss sie nicht nähen. Sie spült die Wunde und gibt mir Antibiotika mit für zehn Tage. Er hat ein dickes Ödem, was er aber nach zwei Tage selbst wegmassiert hat. Bei der Nachkontrolle stellt die Tierärztin fest, dass alles ok ist, er darf auch wieder nach draussen.
Mittlerweile braucht er wieder alle Viere und kämpft auch schon wieder mit seiner Schwester. Die Tabletteneingabe war anfangs sehr schwierig, jetzt haben wir's im Griff (und er auch). Die Tierärztin meint, er sei im besten Alter für Kämpfe mit Artgenossen, sie tippt auf heftige Auseinandersetzungen mit einer anderen Katze.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie zäh diese Katzen sind und wie schnell sie sich erholen - zum Glück!
28.05.2011
Schon lange ist’s her, dass Sie etwas gehört haben von Birk und Ronja. Den
beiden geht’s prächtig! Jetzt im Frühsommer kriegen wir Birk
nur zu Gesicht, wenn der Hunger ihn übermannt, ansonsten ist er auf der
Jagd und hat den ganzen Tag viel zu tun. Seit März hat er wohl
deshalb viel abgenommen. Die Tierärztin hat uns aber beruhigt
und meinte, er habe halt eine athletische Figur – endlich einmal eine Katze, die
nicht zu schwer sei. Im Winter hat er einmal ein Bäbi
heimgebracht und stolz präsentiert. Er hat es im nahegelegenen Kindergarten
erlegt und durch’s Katzentörli reingeschleppt. Das war ein
spezieller Anblick!
Ronja hingegen hat ein
gutes Pölsterli, ist eher die gemütliche und sucht oft unsere
Nähe, nur raufnehmen darf man sie gar nicht. Sie kämpft v.a. mit
Blindschleichen, aber ansonsten sitzt sie lieber vor dem
Futternapf und erbettelt sicher das eine oder andere Leckerli von den Nachbarn,
sie ist ja so charmant.
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