Shannen - Glücklich vermittelt im Januar 2009

Shannen ist eine reinrassige Ragdoll Schönheit. Leider hat auch ein Stammbaum sie nicht von einem turbulenten Leben bewahrt.

Nach unserer Kenntnis musste sie mindestens drei mal den Platz wechseln. Von ihrer Geschichte kennen wir aber nur den allerletzten Teil: Eine Familie wollte Shannen helfen und hatte sie von einer alkoholabhängigen Frau übernommen. Leider gefiel Shannen dieser Platz gar nicht, obwohl die Leute alles machten, damit sie sich wohl fühlte. Shannen verkroch sich nur noch unter dem Bett und litt still vor sich hin.

Im Tierheim hatten wir das Gefühl, dass sie sich schnell eingelebt hatte. Sie begann wieder gut zu fressen (was sie mehr als nötig hatte; vermutlich hat ist sie auch in einen Hungerstreik verfallen). Auch die Fellpflege wurde aktiviert und schon nach einigen Tagen sah Shannen wieder aus wie eine kleine Prinzessin.

Klar, dass sie nicht lange auf ein Zuhause warten musste. Shannen ist bei einer Dame eingezogen, die sich sofort in die edle Katzenschönheit verliebte. Bis sich Shannen eingelebt hat, wird sie als Einzelkatze gehalten. Danach soll für sie ein Katzenkollege gefunden werden.

Wir hoffen, dass es Shannen gefällt, und dass sie ihr Leben wieder geniessen kann.

04.09.2009: Shannen zieht um

Obwohl wir davon ausgingen, dass wir für Shannen einen ganz tollen Platz gefunden hatten und ihr damit das gaben, was sie brauchte und wollte, so hatte sich doch Shannen anders entschieden und kam nun wieder zu uns ins Tierheim zurück.

Als Shannen bei uns im Januar dieses Jahres vermittelt wurde, waren wir davon überzeugt, dass wir für sie ein richtiges Katzenparadies gefunden hatten.

Shannen hatte einen sehr schönen Einzelplatz, in einer wunderschönen grossen Wohnung mit Balkon. Der grossartigen Betreuung und des ruhigen Haushaltes konnte sie sich sicher sein. Shannen hätte also die Gelegenheit gehabt, in Ruhe das Vergangene zu verarbeiten und als Prinzessin am neuen Ort zu leben.

Obwohl sich Shannen optisch immer mehr zu einer wunderschönen und gepflegten Ragdoll- Dame entwickelte, so schien sie immer noch nicht wirklich glücklich zu sein.

Die Liebe und Fürsorge des neuen Zuhause schien ihr zuviel zu werden, und besonders in der Nacht hatte man das Gefühl, dass da irgend ein "Drang" da war nach draussen zu gehen und das Leben ausserhalb der Wohnung zu erkunden. Obwohl Shannen den Auslauf nie gekannt hatte, schien ein Instinkt sie dazu zu treiben nachts von einem Fenster zum anderen zu gehen und zu schreien. Sie wollte klar machen, dass sie unbedingt raus wollte!

Tagsüber jedoch verkroch sich Shannen. Sie wollte mit dem Alltag nichts zu tun haben und nur abends wenn ihre Besitzerin zu Bett ging, so hüpfte Shannen kurz ins Bett, liess sich kraueln und verwöhnen, wollte dann aber kurzum wieder weg und vor allem den Fenstern nach. Shannen sieht zwar aus wie eine Schmusekatze, ist es aber nicht.

Obwohl mit viel Liebe und Geduld versucht wurde Shannen das neue Zuhause "schmackhaft" zu machen, so musste nun nach diesem halben Jahr eindeutig eingestanden werden, dass Shannen sich für ein anderes Leben entschieden hatte. Nicht weil wir Menschen dachten, dass es perfekt wäre, scheint es für die Katzen auch so. Tiere haben einen Willen und einen Charakter, sie können und werden entscheiden. Es ist an uns Menschen ihnen zuzuhören!

Die Besitzerin von Shannen hat sie nun sehr schweren Herzens, aber zum Wohle der Katze, wieder ans Tierheim zurückgegeben, wo Shannen jedoch von einem kleinen Schutzengel begleitet wurde und sofort wieder einen neuen Platz fand.

Sie durfte nun zu Daisy und Dandy ins Wallis ziehen und darf dort nun ein Leben mit Auslauf und weiteren Katzen geniessen. Sie wird selbstständig entscheiden dürfen, was sie will und was nicht!

Wenn sie nicht will, muss sie keine Schmusekatze sein - sondern darf einfach Teil einer Gemeinschaft sein, mit soviel Freiheit wie sie sich wünscht.

Wir freuen uns auf News von der nun grossen Katzenfamilie!

19.10.2009

Shannen entwickelt sich, wird von Tag zu Tag selbstsicherer, so dass sie sich streicheln lässt, freiwillig zu uns kommt und gerne Geisslein spielt, d. h. das Hinterteil in die Höhe und mit dem Kopf wird gestossen. Und einen Moment haben unsere beiden Katzendamen
gemeinsam: gerne TV schauen.

Shannen muss sehr viel erlebt haben, mehrheitlich nichts Angenehmes, denn viele Wochen lang war sie sehr unsicher, erschrack sich ab jedem Pieps oder Bewegung, aber jetzt sind Welten dazwischen, gerne geht sie spazieren, erkundet die Gegend und gesellt sich zu den anderen Fünf. Zu Anfang, eigentlich erst seit wenigen Tagen ist es anders, war Dandy der Rowdy mit Shannen, jagte sie durchs Haus, fauchte und "knurrte", aber jetzt ist Shannen akzeptiert.

Dandy geht es gut, er bekommt jeden Tag die Medikamente und ist wohlauf, uns dünkt es, dass er noch etwas an Masse und Gewicht zugelegt hat.

Daisy ist zum Schmusekätzchen geworden (sofern sie nicht den Tag verpennt), schnurrt und gurrt in den höchsten Tönen.

Und der Rest: Amor, unser Pascha und Feinschmecker stolziert umher, frisst nur Sheba, und wenn es keines gibt, ist die Hölle los, wird werden mit Verachtung bestraft.

Sein "unehelicher" Sohn Miguel streunt umher, so ein richtiger Wandergeselle und geniesst dann den wohlverdienten Schlaf in unserem Bett... apropos Bett, zur Zeit liegen ALLE bei meiner Frau im Bett, immer Montags (ab und zu kommt noch ein Wochentag dazu) dürfen sie sich zu uns legen, keine Katze mehr... das grosse Bett wird zu klein.

Und dann noch Leon alias Löggeli, der ist der grosse Kumpel von Miguel zusammen mit Dandy, die drei zusammen gelten schon als die Musketiere und unternehmen viel, wo Miguel, sind die beiden anderen auch.
So, dies ein paar Aktualitäten aus der Briger Katzenwelt und Ragdoll-Auffangstation.

Weitere News zu Shannen finden Sie bei Daisy und Dandy.

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